sciezka Abwanderung

Der Anfang einer grossen Abwanderung

Im Juni 1572 hat der Kurfürst Johann Georg einen Landtag einberufen, zu dem die Vertreter der neumärkischen Stände sich einfinden sollen. Der Stand der Staatskasse zwang den neuen Kurfürsten neue Vereinbarungen mit den Ständen zu treffen: der verschiedene Kurfürst Joachim II hinterliß seinem Sohne eine erhebliche Schuldenlast. Was zum Schluss dieses Landtags beschlossen wurde, war von entscheidender Bedeutung für die weitere Entwicklung der ländlichen Siedlungen in der Neumark. Adel und Geistlichkeit waren bereit, weitgehende Auflagen hinzunehmen und zu achten, die in hohem Masse ihre Besitztümer in den nächsten 10 Jahren finanziell belasteten: Und so willigten die Stände ein, einen außerordentlichen Hufenschoß zu geben, der je nach Hufe und ihrer Benutzung sich unterschiedlich gestaltete.

Das Einvernehmen zwischen der beiden Parteien wäre nicht erzielt worden, wenn der Landesherr seinerseits nicht Zugeständnisse gemacht hätte. Mit diesen bezweckten die Stände mehr Unabhängigkeit der Bauer gegenüber dem Landesherren, sei es durch Befreiung der weiter entfernt wohnenden Bauern von der "Wallarbeit" bzw. den "Steinfuhren" oder durch die Aussetzung des Hufenschoßes für drei Jahre während der Naturkatastrophen, um sie um so stärker an die eigenen Schollen zu binden und ihnen die Frondienste auf den Vorwerken aufzuerlegen. Die Folgen solchen unüberlegten Handelns waren katastrophal.

Bauer und ihre Wege von der Neumark bis nach Mittelpolen Mitte der siebziger Jahre des 16. Jh. hatte eine große Wanderbewegung an Intensität zugenommen, die sich in der Folgezeit noch mehr steigerte: Da die Einschränkung, dass vor dem Auskaufen der Bauern, das nach den letzten Landtagsbeschlüssen immer häufiger und rücksichtsloser praktiziert wurde, ein kurfürstlicher Konsens einzuholen sei, nie beachtet wurde, wurden die Bauern auf ungerechte Weise ihrer Existenzgrundlage beraubt. Die erforderliche Bezahlung konnte man meist umgehen, da die Bauern wegen Verschlechterung ihrer wirtschaftlicher Lage schon in den vorhergehenden Jahren ihren finanziellen Verpflichtungen nicht nachgegangen waren. Die Abwanderung nahm einen solchen Umfang an, dass man in Brandenburg Besorgnisse zu hegen anfing. Im Jahre 1575 überlegte man sich die ersten Gegenmaßnahmen zu entwickeln; doch ein Jahr danach hieß es noch: "dass die Polen allerlei mutwillig Gesinde, das aus diesen Oertern entlaufen, aufnehmen". Den Grund für diese Missstände hat der Kammermeister Leonhard Stoer in der übermäßigen Steigerung der Dienste gesehen, die aus der stetig wachsenden Zahl der Vorwerke und Vergrößerung der Gutbetriebe resultierte. In den achtziger Jahren reißt die Flut der Klagen der adliger Großgrundbesitzer immer noch nicht, die bedauerlicherweise mit ganz "frechen" Bauern zu tun hatten, da sie sogar all das Zugvieh, Getreide und Ackergerät mit sich fortschleppten. In den kommenden Jahren scheint das Problem immer noch nicht gelöst zu sein, denn der Ton in der Korespondenz wurde immer schärfer:

Weil dann auch aus den bis dahero abgelegten großen Steuern und Schossen die Bauern Ursache genommen, in Polen wegzulaufen und von Adel Höfe nicht alleine wüste stehen zu lassen, sondern auch die Hofwehre mit sich hinwegzunehmen, über das auch oftmals aus nichtigen Ursachen den Junkern absagen und mit Mordbrennern Pferde wegreiten, unerläßlichen Schaden zufügen, und dann gleichwohl Ihr Ch. F. G. vor diesem in den Ao. 1611 erteilten Reversen bei dem 16. Punkt gnädigste Promission getan, daß Ihr Ch. F. Gnaden der entlaufenen Bauern halber an Ihr Kön. Maj. in Polen und an den Herzog in Pommern schreiben und, soviele an Ihr Ch. F. G. ist beschaffen, wollen, daß solche entlaufenen Gesellen nicht angenommen, sondern auf Ansuchen ihrer Obrigkeit derselbigen gefolget werden sollen.
Stammorte und Nachnamen der pommerschen Siedler

Diese massive, Jahrhunderte dauernde Abwanderung hatte zur Folge, dass ganze Landstriche verödeten. Namentlich die Mark Brandenburg und hier insonderheit die Neumark, aber auch Pommern waren die Länder, aus denen seit der zweiten Hälfte des 16. Jh. ungezählte Scharen über die Grenze nach Polen zogen, um sich hier dauernd in Schulzendörfern niederzulassen. Horst Gotthard Ost gibt genaue Angaben zu der Intensität der Bewegung aus der Neumark, indem er die Namen der ausgekauften Bauern mit den Namen dt. Bauern aus den damals zur polnischen Krone gehörenden Grenzgebieten vergleicht:

Dabei ergibt sich, dass 19, bzw. 33 v. H. der Namen, die in den Vorderkreisen Königsberg und Soldin genannt werden, in der Grenzmark wiederauftauchen, aus den Hinterkreisen Arnswald und Dramburg dagegen je 50 v. H., unter Berücksichtigung des anstoßenden pommerschen Neusiedlungsgebietes (Kr. Neustettin) aus dem Kr. Dramburg sogar 74 v. H. Es findet also in der Neumark ein kontinuierliches Ansteigen der Zahl derjenigen Bauernnamen, die in der Grenzmark wiedererscheinen, von Westen nach Osten statt.

Der Aufbau einer neuen Existenz

Die große Bewegung erstreckte sich zunächst auf das Gebiet des heutigen Kreises Deutsch-Krone, wo die Starosten die entlaufenen Bauern aus Pommern ansiedelten. Da sie in ihrer Heimat mit wachsender Fronarbeit zu kämpfen hatten, suchten sie Schutz auf herzoglichen Gütern. Zu den Dörfern, die aus neuer Wurzel entstanden, gehören: Briesenitz 1577; Doderlage 1582; Gross-Wittenberg 1585; Zippnow und Rederitz 1589; Arnsfelde und Klawittersdorf 1590; und Klein-Wittenberg 1600. Dabei ist es nicht auszuschließen, dass schon vorher diverse Dörfer gegründet wurden, da die Pommer wesentlich früher ihre Heimatorte verlassen hatten.

Unterdessen hatte die Bewegung auch schon auf das Gebiet der Provinz Posen übergegriffen, und zwar lassen sich die ersten Dorfgründungen in den Kreisen Czarnikau und Filehne urkundlich feststellen. Es ist anzunehmen, dass die Neumärker noch vor den Konsequenzen der bedrückenden Landtagsbeschlüsse Flucht Die ersten Schulzendörfer im Deutsch Kroner Land ergriffen hatten, da die Dörfer um Schloppe den Strom deutscher Kolonisten schon in den 50 Jahren empfangen. Trebbin, Schönow, Zützer, Prellwitz, Jagolitz und Rubnyk werden als unlängst angelegte Dörfer und Erbgüter bezeichnet, was die Erwähnung aus dem Jahre 1557 nahe legt. Im Jahre 1559 verkaufte Czarnkowski an Straus und Werben zwei Dörfer Gollin und Salm, die unlängst aufgebaut und besetzt wurden. Auch die Dörfer Eichfier, Buchholz und Drahnow werden neu "belebt", nachdem sie lange Zeit wüst waren.

Hierzu sind noch Dörfer zu nennen, die in späterer Zeit besiedelt wurden: Schönlanke Dorf 1586; Klein Drensen 1592; Gross Drensen 1593; Grünfier um 1600; Hansfelde 1600; Eichberg, Selchow und Selchowhammer 1604; Gross-Kotten und Prossekel um 1605, Ascherbude 1612. Um das Jahr 1600 wurden auch andere deutsche Dörfer gegründet, deren Gründungsjahr wegen Quellenmangel schwer zu ermitteln ist: Lemnitz, Stieglitz (1591?), Straduhn, Runau (1611?). Kommentar von Werner Schulz zur Siedlungstätigkeit in der Herrschaft Filehne:

Das Inventar bestätigt damit die schon in einigen heimatkundlichen Arbeiten bewiesene Tatsache, daß die noch um die Mitte des 16. Jhs. so gut wie unbesiedelte Nordhälfte der Herrschaft Filehne seit 1592/93 von deutschen Siedlern erschlossen worden ist, (...). Auch in der Südhälfte der Herrschaft, auf der anderen Seite der Netze, waren damals schon einige deutsche Dörfer, so Altsorge und Schneidemühlchen. Wreschin war auch teilweise deutsch.

Ab dem Jahre 1597 ist im Netzekreis eine neue Form der Dorfgründung zu beobachten, die von der bisher praktizierten (Schulzendörfer) sich wesentlich unterscheidet. Als erstes Holländerdorf ist hier Uschhauland zu betrachten, dem kurze Zeit danach die Holländerdörfer in der Filehner Herrschaft folgen: Follstein 1601, Neuhöfen 1601, Ehrbardorf 1618, Mariendorf 1614. In den Zwanziger Jahren erfolgen neue Gründungen von Holländerdörfern auf der anderen Seite der Netze (Herrschaft Po³ajewo): Holländerdorf 1619, Grützendorf 1631 und Beyersdorf. Schulzendörfer und Hauländereien im Netzekreis Unerwartet schnell setzte sich neue Dorfart durch. Die Ansiedler traten als geschlossene Gemeinschaft dem Grundherren gegenüber, und der ausgewählte Schulze hatte rein formelle Funktion im Dorfe. Alle Wirte waren Pächter, und pachteten das Land für einige Jahrzehnte. Da sie aber keine zusätzliche Abgaben machen und Fronarbeiten verrichten mussten, war der Hufenzins dementsprechend höher. Diese Form der Wirtschaft begünstigte die Verbreitung des Holländerdorfes, das seit dem 18. Jh. in zunehmendem Masse in Posener Lande anzutreffen ist.


Die neue Heimat

Zahlreiche Hinweise und Forschungsergebnisse zu den Hauländereien und ihrer Verbreitung in Posener Lande findet man in den Studien von Topolski, Rusiñski und H³ady³owicz. Leider musste ich feststellen, dass das Thema nur am Rande behandelt wurde und noch heute nicht ausreichend erforscht ist. Dabei ist die nicht flächendeckende Aufarbeitung der vorhandenen Materialien die größte Not für einen einsteigenden Genealogieliebhaber; so z.B. das Gebiet zwischen Gnesen, Tremessen und Witkowo ist kaum von einem Lokalforscher "berührt" worden: Es täte Not, das Terrain in Augenschein zu nehmen.

Eine sehr hilfreiche Stütze bietet hierin das kleine unscheinbare Büchlein von Topolski, das ungeachtet seines mickrigen Umfangs eine Überfülle von Informationen zu den im Erzbistum Gnesen im 18. Jh. gegründeten Hauländereien vermittelt. Das Büchlein macht wirklich Hoffnung, bei der Verfolgung seiner Familienbanden weiterzukommen, denn es enthält eine übersichtliche und leicht verständliche Quellensammlung, die von den Inventarbüchern bis Korrespondenzbriefen des Gnesener Erzbischofs so ziemlich alles beinhaltet. Schon Ende des 17. Jh., besonders aber im 18. Jh. beobachten wir eine kollektive Auswanderung aus dem Netzekreis. Dabei ist zu bemerken, dass die Abwanderung nicht mit einem Schubs erfolgt ist sondern sich sukzessiv entwickelte. Schulzendörfer und Hauländereien im Posener Land Der wütende Nordische Krieg und die einhergehende Pest ließen das Posener Land herunterkommen: die Bevölkerung wurde dezimiert und der Boden lag streifenweise brach: Schon vor den katastrophalen Ereignissen des 18. Jh. galt das Land als unterbevölkert und schlecht bewirtschaftet. In den Jahren von 1700 bis 1720 wurden in Großpolen etwa 35 Dörfer aus neuer Wurzel gegründet. Dazu kommen viele alte Dörfer die neu besiedelt wurden, deren Zahl aber schwer zu bestimmen ist. Insgesamt kann man die Zahl aller Dörfer, die von den deutschen Kolonisten besiedelt wurden, auf etwa 50 schätzen.

In den Jahren 1720 - 1750 lässt sich eine deutliche Steigerung der Neugründungen beobachten (etwa 110); die meisten von ihnen waren Holländerdörfer. Zusätzlich wurden 25 alte Dörfer mit deutschen Holländern durchsetzt. In den Jahren 1750 bis 1772 kamen weitere 235 neue Dörfer und in der abschließenden Phase in den Jahren 1773 - 1793 stieg die Zahl der neu gegründeten Dörfer auf 400.

Im Mogilnoer Land entstanden die ersten Holländersiedlungen Anfang des 18. Jh. Ihre Anzahl war aber sehr gering und die neue Wirtschaftsform und Wirtschaftsführung, die durch sie Einzug in Großpolen gefunden haben, blieben nach wie vor auf die neuen Dörfer begrenzt: durch weitgehende Freiheiten und geringere Abgaben hoben sie sich von der in polnischen Dörfern üblichen Fronarbeit ab. Die eigentliche Welle der Holländer-Siedler kam aber erst in der zweiten Hälfte des 18. Jh. Zu den Hauländerein, die in dieser Periode gegründet wurden, zählt man: Babki, Chabsko, Dobsko, Duszno, Gac, G³êboczek, Jeziora, Kozidó³, £omno und Orchowiec. Nach 1772 entstanden noch folgende: Wronowy, Niestronnie, Wieniec, Gozdawa, Mielno und S³owikowo.

Für das Gnesener Land sind Jahre 1770-1790 relevant, da in der Zeit die meisten Dörfer zu holländischem Recht gegründet wurden. Wie man aus der Karte der bis zu der ersten Teilung gegründeten deutschen Hauländereien entnehmen kann, ist das Dreieck Gnesen, Witkowo, Tremessen (abgesehen von den südlich von Gnesen gelegenen Hauländereien: Alt Kokoszki, Neu Kokoszki, Pustachowo und Mnichowo, von deren Gründung Adolf Warschauer in seinem Buch "Die Geschichte der Stadt Gnesen" genaue Informationen angibt) bis dahin von den deutschen Kolonisten nicht in Angriff genommen. Erst die Jahre 1770-90 zeichnet eine verstärkte Besiedlung dieses Gebietes. Es entstanden ganz neue Dörfer, oder die alten, die verlassen oder untergekommen waren, wurden neu besiedelt. Zu den neuen Hauländerein, die um den Wierzbiczany See und Staatliche Forst Korschin gegründet wurden, gehören: Gaj, Rudki bei Soko³owo, Kujawki und Leœnik. In den Jahren 1785-95 folgten dann Zalesie und Kalina, die um das Jahr 1802 herum entweder zur deutschen Kolonie Braunsfeld umbenannt oder zu dieser Kolonie eingemeindet wurde. Um die Jahrhundertwende kamen dort Schwaben an:

  • Braun, Johann Jacob; 6 Personen aus Dernstaedt Amt Rollwang
  • Braun, George; 6 Personen aus Dernstaedt Amt Rollwang
  • Braun, Andreas; 3 Personen aus Dernstaedt Amt Rollwang
  • Kraus, Friedrich; 5 Personen aus Dernstaedt Amt Rollwang
  • Haekser/Hauser, Mathias; 3 Personen aus Dernstaedt Amt Rollwang
  • Henninger, Michael; 6 Personen aus Dernstaedt Amt Rollwang
  • Stahl, Christian; 6 Personen aus Dernstaedt Amt Rollwang
  • Stahl, George Friedrich; 3 Personen aus Dernstaedt Amt Rollwang
  • Prillmeyer, Johann; 4 Personen aus Nerlingen (Aug. 1802)

Das Hauländer-Gehöft

Man möchte annehmen, dass die Ansiedler im Filehnischen hauptsächlich aus den benachbarten brandenburgisch-preussischen Gebieten herüber gekommen seien und von dort her das Hallenhaus übertragen hätten. Die Vorlaubenhäuser sind östlich in der Uckermark, der mittleren Oder, in der Neumark, in Schlesien, im Netze- und Weichselgebiet und auch in Ostpreussen zu finden. Mehrere Beispiele von Häusern mit einer Halle unter dem vorderen Giebel konnte man noch vor Jahrzehnten in Follstein, Neuhöfen und Mariendorf finden. Häuser mit einer Eckhalle an der Vorderfront gab es noch in Runau, Putzig und Gross Kotten, sowie am westlichen Ende der Gruppe in Ehrbardorf.

Die Vorlauben sind in Giebel oder auf der Traufseite angebracht. Die Firsthöhe des Laubenbaues hat die Höhe des Firstes des Langhauses. Sechs oder mehr starke mit Kopfbändern versehene Holzstielebalken stehen auf einer mächtigen Holzschwelle und tragen den Oberbau der Laube, deren Grösse so umfassend ist, dass ein hochbepackter Wagen bequem darunterfahren kann. In der Decke der Laube befindet sich häufich eine Klappe, durch die Getreidesäcke auf den Boden hinaufgezogen werden konnen. Die Grösse der Vorlauben richtete sich nach der Grösse der Höfe, die Anzahl der Pfeiler nach der Zahl der Hufen. Das Einfahrtstor ist in die Flucht der Pfosten gelegt, damit der Bauer von der Halle aus den Hof überwachen kann.


Das Dorf

In der Anlage der Ortschaften lassen sich zwei Arten unterscheiden. Die Besiedlungen des Mittelalters stellen eine geschlossene Dorfanlage dar. Sie findet sich in den im 17. Jahrhundert angelegten Dörfern: Ehrbardorf, Mariendorf, Follstein und Neuhöfen bei Filehne, wo die Gehöfte in unregelmässiger Flucht in den breiten Dorfanger hineinschneiden, und die Grundstücke sich durch die Wiesen hindurch bis zu den Ufern der Netze hinabziehen. Die im ausgerodeten Wald angelegten Hauländereien des 17. und 18. Jahrhunderts verbreiten sich dagegen mit zerstreuten Gehöften über das ganze Gebiet der Gemeinde.


Die deutschen Nachnamen

Buchholz 1593 Thewes Janike, Marten Sommer
Eichberg 1605 Andreas Bluhm, N. Jancke
Filehne 1591 Lukasz Jedrzy
Gollin 1596 Tews Peitz
Groß Drensen 1593 Johann Jeschke
Hammer 1550 Hans Gelinghaus
Hansfelde 1600 Michael Glesmer
Jagolitz 1600 Thomas Kelm
Kahlstädt 1600 Mattheus Lochstede
Klein Drensen 1600 Michael Sommerfelde
Kolmar 1522 Albertus Swyder (Szvider)
1545 Jakob und Petrus Gnath
1550 Blasius Bernath
1551 Nyklasz
1580 Jan Klop
1606 Johannes Seydel
Knackendorf 1607 Erazm Warmilie, Pawe³ Herchie
Küddowtal 1571 Martin Mathias
Lubsdorf 1607 Andrzej Mydelstein (70 l.), Dionizy Jesse (80 l.), Grzegorz Smet (50 l.), Tomasz Mels (60 l.)
Marthe 1555 Marcin Sabyn, Jan Stelther
1558 Mac. Szmet
1607 Mac. Faber (60 l.), Joachim Stelter (60 l.), Ulryk Asmus zw. karczmarz, Chrystian Milka, Mateusz Pancera (42 l.)
Mehlgast 1510 Jakub Recze
1560 Erazm i Chrystian Recz
1577 Joachim Mi³ogoski
1607 Urban Reczen (70 l.)
Mellentin 1607 Dawid Fischer, Grzegorz Wehrwert (80 l.), Lukasz Wehrwert (60 l.), Mik. Bonner (70 l.), Tomasz Lukstedy (60 l.), Jurga Krenc, Franschunt, Mateusz Henke
Neuhöfen 1601 Bartholomäus Usnwaldt (Urwald), Andreas Brozy (Brose), Hans Renik, Krystow Olemborg (Oldenberg), Peter Barkow, Peter Wanczlaw (Wendlaw), Henrik Karsten (Carstein), Jacob Hanik (Heinrich), Michel Hoffmann, Philyp Bein
Putzig 1586 Johann Krüger
Ruschendorf 1510 Walenty Kiona (Kien)
1562 Asmusz i Lempart Kina
1563 Asmusz Kina
1579 Lambrecht Kina aus Jastrzêbiec
1586 Franciszek Kina s. Asmusza
1594 Kiona
1607 Joachim Kiona (70 l.), Balcer Kiona, Joachim Recz aus Mellentin
Schulzendorf 1607 Hans zw. Millia (70 l.), Piotr Mytka, Bart³omiej Recz
Salm 1596 Carsten Bliese
1600 Kersten Blyse
Schloppe 1588 Jurgen Gartzstelter, Anna Gons, Bartus Plässke, Jacob Kussmer, Thim Qast, Jurgen Krentzen, Paul Zuelstorp, Dreues Kreueth, Valtyn Kuse, Marten Zeulstorp, Valtyn Quast, Simon Gauckert, Gasper Quast, Teues Janicke, Peter Quast
1589 Anna Wise, Peter Stelter, Thomas Schröder, Simon Gauckert, Dreues Quade, Tias Janeke
1590 Hanß Ukermann, Marten Zulstorp, Vallentin Kuse, Jaspar Quast, Tewes Jeneke, Claus Janeke, Jochim Mielke, Andreas Mielke, Thomas Quast, Frantze Gauwert, Andreas Kreuet, Peter Saße, Tomaß Czulstorp, Jasper Quast, Merten Piper, Valltin Pipert
1591 Hans Schroder, Vallentin Kußmer, Jaspar Janecke, Joachim Marquart, Franz Gauwert, Martin Dunichfest, Jürgen Blochow, Urban Wendtlandt
1592 Matthias, Martin und Vallentin Kusmer, Bartolomäus Melgast, Hans Jaggest, Marten und Franz Sommer, Peter Quast, Albrecht Spenser
1621 Mewes Rattey, Hans Misken, Anna Quasten, Orban Waltmann, Matthen Karsge, Frantz Hase, Ertmahn Krentz (Krenssen, Krensse), Charsten Qust, Michael, Matthias und Peter Janicke, Jakobus Jantze, Hans Rowedell, Hans Hundert
1622 Hans Schmed, Mewes Rattey, Hans Hane, Georgius Lüber, Johannes und Jochim Marquardt, Georgius Mattweich, Marten Stelter, Michal Quast der Alte und der Junge
1623 Jakob Rowedell, Peter Cuse, Thies, Marten, Casper und Thomas Heyne, Karsten Rattey, Hans Miske, Tewes und Thomas Völker
1624 Hans Schultz, Hans Bliese, Hans Miesske, Hans Roewedel, Hans Francke, Paull Graffunder, Valtin Möglucken, Michael Quasten, Hans Helle, Marten Stelter, Mewes Schultzen, Paul Masunth, Drewes Spickermann, Bartell Grandow, Paul Janigken, Mewes Gauwert, Marten und Jakob Kussmer
1625 Simon Quaden, Michel Kusmer, Jakob Trampe, Hans Beyersche, Hans Roewedell, Valtin Wendtlandt, Jörs, Teves und Claus Janicke, Mattheus und Hans Guse, Hans Bliese, Anna Weynen, Catharina Gauwerdt, Johann Schröder, Casper und Görs Quast, Hans Hele, Paul Masunth, Marten Makenitz
1626 Peter Schroder Peter und Casper Quasten, George Fuhrman, Anna Gnauwen, Hans und Peter Schmed, Ertmann Sommerfeldt, Marten und Ursula Mollenhauwer, Catharina und Peter Gauwerdt, Thomas Zursdorf, Marten Hahne, Anna Arndt, Michel Krusen, Agatha Schiuebeins
1627 Anna Fritzen, Peter Bliesen, Garde Karkussken, Hans Grando, Karsten Schmedt, Hans und Ewa Missken, Ilse Rammes, Andreas Sibbeth, Michael Hickstein, Hans Spikermann, Marten und Ilse Hahne, Elisabeth von Anklam, Catharina Go...lebers, Anna Schwalben, Paul Cunraths, Margareta Brunen
Schönow 1596 Hanß Marten
Selchowhammer 1604 Martin Buchholz; Buchholz seit 1564
Stöwen 1600 Wociech Jeszka aus Skorka (Schönfeld)
1602 Daniel Klapsztyn
Trebbin 1588 Peter Quast, Hans Janicke
1589 Jürgen Karkusky
Uschhauland 1597 Johann Borth, Martin Schüneken, Michael Boleman, Christian Paul, Joachim Bartz, Joachim Schniket, Johann Werner, Andreas Dumke, Johann Elwig, Heinrich von Chorn
Wiesenthal 1600 Marten Krop, Hans Jancke
1602 Peter Heyne
Zützer 1602 Marten Gauwert

Bearbeitete Kirchenbücher:


Die Mundarten

Die allerwichtigste lautliche Veränderung in den deutschen Mundarten ist die sogenannte zweite Lautverschiebung. Die Linie, die Hochdeutsch und Niederdeutsch trennt, führt zwischen Driesen und Schwerin, zwischen Filehne und Birnbaum, zwischen Goslin ud Posen her, derart, dass Filehne Obersitzko, Obornik, Goslin, Pudewitz, Kostschin, Wreschen und was nördlich davon liegt nordeutsch sind, während Schwerin, Zirke, Wronke, Samter, Buk, Posen, Kurnik, Schroda, Miloslaw und was südlich davon liegt hochdeutsch sind.